Das neue Gesetz zur Lohntransparenz kommt. Sind Sie darauf vorbereitet?
Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz zwingt Arbeitgeber dazu, strukturierte Lohnsysteme aufzubauen. Hier erfahren Sie, was das für Ihr Unternehmen bedeutet.
Lohngleichheit ist nicht mehr nur ein Thema für zukünftige Diskussionen, sondern etwas, worauf alle Arbeitgeber in Europa reagieren müssen. Da die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz bis zum 7. Juni 2026 umgesetzt werden soll, ist es jetzt an der Zeit, sich auf eine neue Ära der Fairness, Struktur und Verantwortlichkeit vorzubereiten.
Diese Richtlinie zielt darauf ab, das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu schließen und mehr Transparenz in die Bezahlung von Arbeitnehmern zu bringen, sowohl bei der Einstellung als auch während der gesamten Beschäftigungsdauer.
In den Niederlanden wird derzeit ein Gesetzentwurf zur Lohntransparenz geprüft, der sich auf alle Arbeitgeber unabhängig von ihrer Größe auswirken wird. Wir bei Parakar sehen dies als Chance für Unternehmen, eine strukturiertere und zukunftssichere HR-Grundlage zu schaffen.
Auswirkungen in den Niederlanden
Der Gesetzentwurf sieht drei wesentliche Transparenzpflichten vor:
1. Transparenz für Bewerber
Arbeitgeber dürfen Bewerber nicht mehr nach ihrem bisherigen Gehalt fragen. Stattdessen haben Bewerber das Recht, klare Informationen über die Gehaltsspanne oder -struktur der Stelle zu erhalten, auf die sie sich bewerben.
2. Transparenz für Arbeitnehmer
Bestehende Arbeitnehmer erhalten stärkere Rechte, um Informationen über ihr Gehaltsniveau, das Durchschnittsgehalt in ihrer Kategorie und die Art und Weise, wie das Gehalt festgelegt wird, anzufordern.
3. Berichterstattung und Bewertung für größere Arbeitgeber
Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern müssen aktiv über geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, Bonusunterschiede und die Geschlechterverteilung über Gehaltsstufen und Funktionen hinweg berichten. Je größer das Unternehmen, desto häufiger muss berichtet werden (zwischen einmal alle 1 bis 3 Jahre).
Wenn es eine unerklärliche Lohnlücke (ohne objektive Begründung) von mehr als 5 % zwischen Männern und Frauen für gleichwertige Arbeit gibt, müssen Sie (zusammen mit dem Betriebsrat) eine gründliche Lohnbewertung durchführen und einen Aktionsplan zur Behebung dieses Problems erstellen.
Warum dies wichtig ist (auch wenn Sie ein kleinerer Arbeitgeber sind)
Dieses Gesetz zur Lohntransparenz ist für alle Arbeitgeber relevant. Auch wenn Sie die Meldeschwelle nicht erreichen, gelten dennoch die grundlegenden Anforderungen: Sie müssen eine klare interne Gehaltsstruktur mit definierten Jobkategorien und Bewertungskriterien einrichten.
Das bedeutet, dass es nicht mehr ausreicht, Gehälter zu schätzen oder Entscheidungen von Fall zu Fall auf der Grundlage von Verhandlungen oder „Bauchgefühl” zu treffen.
Wie Parakar Ihnen hilft: Aufbau Ihres Stellen- und Gehaltsrahmens
Unser HR-Support-Service hilft Unternehmen dabei, diese neuen Anforderungen strategisch und konform zu erfüllen. Mit unserem Support für Stellen- und Gehaltsrahmen können Sie:
- Konsistente Stellenebenen und -kategorien definieren
- Transparente Gehaltsbänder pro Rolle erstellen
- Sicherstellen, dass Gehaltsentscheidungen auf objektiven Kriterien basieren
- eine Grundlage für Lohngleichheit und zukünftige Berichtspflichten schaffen
Dabei geht es nicht nur um Compliance, sondern auch darum, Vertrauen, Fairness und Struktur für Ihre Teams zu schaffen.
Es ist Zeit zu handeln!
2026 mag noch weit entfernt erscheinen, aber der Aufbau von Gehaltsstrukturen und internen Stellenrahmen erfordert Zeit und teamübergreifende Zusammenarbeit. Wenn Sie jetzt damit beginnen, sind Sie nicht nur den gesetzlichen Verpflichtungen einen Schritt voraus, sondern schaffen auch einen attraktiveren und faireren Arbeitsplatz.
Möchten Sie sich auf die Lohn- und Gehaltstransparenzrichtlinie vorbereiten und Ihren (globalen) HR-Ansatz strukturieren?
Lassen Sie uns darüber sprechen. Unsere lokalen HR-Experten unterstützen Sie gerne beim Aufbau eines Rahmens, der für Ihr Unternehmen funktioniert.