Aktualisierungen des belgischen Arbeitsrechts für 2026: Was Arbeitgeber wissen müssen

Belgien ist nach wie vor ein attraktiver Standort für internationale Unternehmen, die Talente im Herzen Europas einstellen möchten. Wie in jedem Markt ist es jedoch unerlässlich, sich über die lokalen Arbeitsgesetze auf dem Laufenden zu halten, insbesondere da sich das Arbeitsrecht ständig ändert.

Für 2026 wurden bereits mehrere wichtige Änderungen des belgischen Arbeitsrechts bestätigt. Diese Änderungen wirken sich auf die Gehaltsabrechnung, Sozialleistungen, das Abwesenheitsmanagement und flexible Beschäftigungsverhältnisse aus – alles Bereiche, die HR-Teams, Gründer und Entscheidungsträger, die in Belgien Personal einstellen oder expandieren möchten, direkt betreffen.

In diesem Artikel erläutern wir die bevorstehenden Änderungen, erklären, was sie für Arbeitgeber bedeuten, und zeigen Ihnen, wie Sie sich darauf vorbereiten können.

Was Sie in diesem Artikel erfahren

  • Die wichtigsten Änderungen im belgischen Arbeitsrecht für 2026
  • Wie sich diese Änderungen in der Praxis auf Arbeitgeber auswirken
  • Worauf internationale Unternehmen bei der Einstellung von Mitarbeitern in Belgien achten sollten
  • Wie die richtige Personalstruktur das internationale Wachstum unterstützen kann, anstatt es zu bremsen

Ein kurzer Überblick über die Änderungen für 2026

Die belgische Regierung hat mehrere Arbeitsrechtsreformen eingeführt, die darauf abzielen, einen flexibleren Arbeitsmarkt zu schaffen und gleichzeitig die Verantwortung der Arbeitgeber für das Wohlergehen und die Wiedereingliederung ihrer Mitarbeiter zu stärken. Diese Maßnahmen treten offiziell am 1. Januar 2026 in Kraft, wobei einige davon rückwirkende Elemente enthalten.

Die wichtigsten betroffenen Bereiche sind:

  • Sozialleistungen und Lohnabzüge
  • Flexible Arbeitsregelungen
  • Abwesenheits- und Langzeiterkrankungsmanagement
  • Verwaltungsvereinfachung bei Fortbildungspflichten

Schauen wir uns einmal genauer an, was dies für Arbeitgeber bedeutet.

1. Änderungen bei Arbeitnehmerleistungen und Lohnabzügen

Höhere Absetzbarkeit von Essensgutscheinen

Eine positive Entwicklung für Arbeitgeber ist die Erhöhung des steuerlich absetzbaren Betrags für Essensgutscheine. Ab 2026 können Arbeitgeber bis zu 4 € pro Essensgutschein als Betriebsausgabe absetzen, gegenüber der bisherigen Obergrenze von 2 €.

Für Unternehmen, die Essensgutscheine als Teil ihres Leistungspakets anbieten, bedeutet dies einen willkommenen Kostenvorteil, der insbesondere für wachsende Teams und Start-ups relevant ist, die ihr Lohnbudget sorgfältig verwalten.

Die Lohnplanung ist nach wie vor wichtig

Diese Erhöhung bringt zwar eine gewisse Erleichterung, doch die Lohnabrechnung in Belgien bleibt komplex. Arbeitgeber müssen sich weiterhin mit Indexierungen, Sozialversicherungsbeiträgen und branchenspezifischen Vorschriften auseinandersetzen. Für internationale Unternehmen, die mit dem belgischen System nicht vertraut sind, ist es entscheidend, die Lohnabrechnung vom ersten Tag an korrekt einzurichten, um Compliance-Risiken zu vermeiden.

2. Höhere Einkommensobergrenze für Nebentätigkeiten

Erhöhte jährliche Schwelle

Ab 2026 wird die steuerliche Obergrenze für Einkünfte aus Nebentätigkeiten von 12.000 € auf 18.000 € pro Jahr angehoben, mit rückwirkender Geltung ab 2025.

Diese Änderung macht es für Personen, die bereits einer hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen, attraktiver, zusätzlich ein Nebeneinkommen zu erzielen.

Was dies für Arbeitgeber bedeutet

Für Arbeitgeber bedeutet dies mehr Flexibilität im Umgang mit:

  • vorübergehenden Erhöhungen des Arbeitsaufkommens
  • zusätzlichem Personalbedarf
  • der Einstellung von Talenten, die es vorziehen, neben ihrer bestehenden Tätigkeit zu arbeiten

Wie bisher unterliegt die Nebentätigkeit in Belgien bestimmten Bedingungen, und Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Verträge, Gehaltsabrechnungen und steuerliche Behandlung korrekt angewendet werden.

3. Strengere Regeln für Abwesenheiten und Langzeiterkrankungen

Eine der wichtigsten Änderungen im belgischen Arbeitsrecht für 2026 betrifft den Umgang von Arbeitgebern mit Fehlzeiten und Langzeiterkrankungen von Mitarbeitern.

Obligatorische Fehlzeitenrichtlinien in Arbeitsordnungen

Arbeitgeber sind nun verpflichtet, eine klare Fehlzeitenrichtlinie in ihre Arbeitsordnung aufzunehmen. Diese Richtlinie muss Folgendes erläutern:

  • Wie Mitarbeiter Krankheiten melden sollen
  • Wie der Kontakt während der Fehlzeiten aufrechterhalten wird
  • Wer innerhalb des Unternehmens für die Nachverfolgung verantwortlich ist

Ziel ist es, sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer Klarheit zu schaffen und gleichzeitig eine strukturierte Kommunikation während der Krankschreibung zu fördern.

Für viele Unternehmen bedeutet dies, interne Dokumente wie Arbeitsregeln, Personalrichtlinien und Mitarbeiterhandbücher zu aktualisieren.

Reintegration wird strukturierter

Belgien legt weiterhin großen Wert auf die Wiedereingliederung nach einer Langzeiterkrankung. Von den Arbeitgebern wird erwartet, dass sie eine aktivere Rolle übernehmen, darunter:

  • Reintegration rechtzeitig einleiten
  • Enge Zusammenarbeit mit Fachleuten für Arbeitsmedizin
  • Soweit möglich, nach angepassten oder alternativen Tätigkeiten suchen

Wenn Arbeitgeber die erforderlichen Schritte nicht befolgen, müssen sie möglicherweise mit zusätzlichen finanziellen Beiträgen rechnen.

Für Personalabteilungen, insbesondere solche, die internationale Mitarbeiter verwalten, bedeutet dies eine zusätzliche Verantwortung, die sorgfältig und konsequent wahrgenommen werden muss.

4. Änderungen in Bezug auf Studenten und Ausbildung

Beschäftigungsalter für Studenten

Ab 2026 können Studenten ab 15 Jahren arbeiten, jedoch nur unter strengen Auflagen und für leichte Tätigkeiten.

Arbeitgeber, die Schüler einstellen, müssen sicherstellen, dass Verträge, Arbeitszeiten und Aufgaben vollständig den geltenden Vorschriften entsprechen.

Ende des Bundesausbildungsguthabens

Das Bundesausbildungsguthaben, das zuvor zur Registrierung der Ausbildungsansprüche von Arbeitnehmern verwendet wurde, wurde zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Damit entfällt ein Teil der administrativen Berichterstattung, aber die Arbeitgeber bleiben weiterhin für die Einhaltung der gesetzlich oder in Branchenvereinbarungen festgelegten Ausbildungsvorschriften verantwortlich.

5. Was Arbeitgeber jetzt tun sollten

Angesichts dieser bestätigten Änderungen sollten Arbeitgeber proaktiv handeln, anstatt abzuwarten, bis Probleme auftreten.

Verträge und Arbeitsregeln überprüfen

Arbeitsverträge, Arbeitsordnungen und Personalhandbücher sollten überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie Folgendes widerspiegeln:

  • Aktualisierte Anforderungen für Abwesenheiten und Wiedereingliederung
  • Aktuelle Leistungsstrukturen
  • Korrekte Beschäftigungsformen
Frühzeitig auf Compliance vorbereiten

Für Unternehmen, die eine Einstellung in Belgien planen, insbesondere für internationale Arbeitgeber, sollte Compliance von Anfang an in die Einstellungsstrategie integriert werden. Das belgische Arbeitsrecht lässt wenig Spielraum für Fehler, und Fehler können schnell kostspielig werden.

Lassen Sie die Personalabteilung nicht zu einem Wachstumshemmnis werden

Die internationale Expansion sollte ein spannender Schritt sein, keine bürokratische Herausforderung. Ohne die richtige Personalabteilung kann die rechtliche Komplexität jedoch die Einstellung, Gehaltsabrechnung und Einarbeitung verlangsamen.

Wie Parakar das internationale Wachstum unterstützt

Bei Parakar helfen wir Unternehmen, international zu wachsen, ohne dass Personalwesen und Compliance dabei im Weg stehen.

Als Multi-Service-Anbieter im Bereich internationale Personalabteilung unterstützen wir Unternehmen mit:

  • Employer of Record (EOR)-Dienstleistungen
  • Lokaler und internationaler Lohnabrechnung
  • Personalverwaltung und Compliance
  • Arbeitsverträgen und der Einrichtung von Sozialleistungen
  • Unternehmensgründung und Unterstützung bei der Einwanderung

Ganz gleich, ob Sie Ihren ersten Mitarbeiter in Belgien einstellen oder Teams in mehreren Ländern leiten, wir sorgen dafür, dass Ihre Personalabteilung Ihre Ambitionen unterstützt.

Lassen Sie uns das Gespräch fortsetzen

Die Änderungen des belgischen Arbeitsrechts für 2026 unterstreichen, wie wichtig es ist, über die richtigen HR-Grundlagen zu verfügen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie sich diese Änderungen auf Ihr Unternehmen auswirken, oder wenn Sie planen, Talente in Belgien oder im Ausland einzustellen, sind wir für Sie da.

Kontaktieren Sie Parakar, um zu erfahren, wie wir Ihre internationale Expansion mit Zuversicht, Klarheit und konformen HR-Lösungen unterstützen können.

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