Aktualisierungen des Arbeitsrechts für 2026: Deutschland

Deutschland steht bis 2026 vor einer Reihe wichtiger Entwicklungen im Bereich des Arbeitsrechts. Dazu gehören bereits in Kraft getretene Änderungen, die Arbeitgeber nun in ihre tägliche Praxis integrieren müssen, sowie bevorstehende Reformen, die durch EU-Rechtsvorschriften und Anforderungen im öffentlichen Beschaffungswesen vorangetrieben werden. Auch wenn noch nicht alle Vorschläge endgültig festgelegt sind, ist die Richtung klar: Arbeitgeber sollten sich auf strengere Transparenzpflichten und höhere Erwartungen in Bezug auf die Einhaltung von Vorschriften einstellen.

In diesem Blogbeitrag untersuchen wir die wichtigsten Aspekte dieser Entwicklungen und was sie für Arbeitgeber in der täglichen Praxis bedeuten. Wir als Parakar können Ihr Unternehmen dabei unterstützen, mit diesen Veränderungen umzugehen, Vorschriften einzuhalten und neue Anforderungen in überschaubare, alltägliche Prozesse umzusetzen.

Mögliche Aktualisierungen der Arbeitszeitgesetze

Derzeit werden auf Regierungsebene Änderungen der deutschen Arbeitszeitregelungen diskutiert. Eine der Ideen, die auf dem Tisch liegen, ist die Abkehr von der derzeitigen täglichen Höchstgrenze von acht Stunden und die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstgrenze von 48 Stunden, damit die nationalen Vorschriften besser mit den EU-Anforderungen übereinstimmen. Darüber hinaus wollen die Gesetzgeber die Verantwortung der Arbeitgeber für die Erfassung der Arbeitszeiten im Einklang mit den Leitlinien des Europäischen Gerichtshofs klarstellen.

Derzeit liegt noch kein Gesetzentwurf vor, und es besteht weiterhin Unsicherheit darüber, wann und ob diese Reformen umgesetzt werden. Obwohl Arbeitgeber zum jetzigen Zeitpunkt keine Maßnahmen ergreifen müssen, sollten diejenigen, die flexible oder vertrauensbasierte Arbeitszeitregelungen anwenden, die Entwicklungen genau beobachten und bereit sein, sich gegebenenfalls anzupassen.

Umsetzung der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz

Deutschland ist auf dem Weg, die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz bis zum 7. Juni 2026 in nationales Recht umzusetzen. Ein Gesetzentwurf wird für Januar 2026 erwartet. Die neuen Vorschriften sollen den Rahmen für gleiche Bezahlung im Land erweitern und für mehr Transparenz am Arbeitsplatz sorgen.

Die wichtigsten Änderungen, die voraussichtlich umgesetzt werden, sind:

  • Gehaltsangaben werden zum Standardbestandteil von Stellenanzeigen
  • Ein Verbot, Bewerber nach ihrem vorherigen Gehalt zu fragen
  • Stärkere Rechte für Arbeitnehmer, Gehaltsdaten für vergleichbare Positionen anzufordern
  • Obligatorische Berichterstattung über geschlechtsspezifische Lohnunterschiede für größere Arbeitgeber, mit zusätzlichen Folgeanforderungen, wenn die Unterschiede die festgelegten Grenzen überschreiten

Dies ist der perfekte Zeitpunkt für Arbeitgeber, sich vorzubereiten. Das bedeutet, ihre Gehaltsstrukturen zu überprüfen, faire und unvoreingenommene Verfahren zur Festlegung der Vergütung einzuführen und Personalverantwortliche und Personalvermittler in Bezug auf die neuen Grenzen bei Gehaltsverhandlungen und Einstellungen zu schulen.

Beobachtung des öffentlichen Beschaffungswesens und der Tarifverhandlungen

Deutschland will strengere Regeln für Unternehmen einführen, die sich um öffentliche Aufträge im Wert von 50.000 Euro oder mehr bewerben. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Bieter sicherstellen müssen, dass ihre Arbeitsbedingungen den in den einschlägigen Tarifverträgen festgelegten Standards entsprechen. Dazu gehören wesentliche Punkte wie Löhne, Arbeitszeiten, Pausen und Urlaubsansprüche.

Obwohl die Änderungen voraussichtlich erst 2026 in Kraft treten werden, sollten Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben möchten, bereits jetzt damit beginnen, ihre Beschäftigungsbedingungen zu überprüfen. Um auch nach Einführung der neuen Anforderungen weiterhin für öffentliche Ausschreibungen in Frage zu kommen, ist es entscheidend, frühzeitig die Übereinstimmung mit branchenspezifischen Tarifverträgen sicherzustellen.

Schutz bei Fehlgeburten: Stärkere Unterstützung für Arbeitnehmerinnen

Deutschland hat kürzlich seine Mutterschutzvorschriften verschärft, um Arbeitnehmerinnen, die eine Fehlgeburt erleiden, besser zu unterstützen. Ab dem 1. Juni 2025 haben Arbeitnehmerinnen nach einer Fehlgeburt Anspruch auf zwei bis acht Wochen Urlaub, auch wenn diese vor der 24. Schwangerschaftswoche erfolgt, es sei denn, die Arbeitnehmerin entscheidet sich dafür, weiterzuarbeiten.

Wenn die Fehlgeburt nach der 12. Schwangerschaftswoche erfolgt, erhält die Arbeitnehmerin außerdem vier Monate Kündigungsschutz. Diese Änderungen stärken den bestehenden Schutz erheblich und erfordern einen sensiblen Umgang am Arbeitsplatz.

Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Personalabteilung und die Geschäftsleitung die aktualisierten Schutzbestimmungen verstehen und die internen Richtlinien in Bezug auf Schwangerschaft, Schwangerschaftsschutz und Abwesenheitsmanagement überprüfen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Arbeitnehmerinnen die richtige Unterstützung erhalten und die Unternehmensrichtlinien den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Wie Parakar Sie unterstützen kann

Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung des deutschen Arbeitsrechts hilft Parakar Arbeitgebern dabei, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und gleichzeitig praktische und effiziente HR-Prozesse aufrechtzuerhalten.

Unsere lokalen HR-Experten helfen Unternehmen dabei, sich auf bevorstehende Reformen vorzubereiten, darunter Änderungen der Arbeitszeitregelungen, erhöhte Anforderungen an die Gehaltstransparenz sowie strengere Anforderungen im öffentlichen Beschaffungswesen und bei Tarifverhandlungen.

Wir vereinfachen die konforme Einstellung von Mitarbeitern in Deutschland, indem wir die Verwaltung von Stellen, Verträgen und Onboarding übernehmen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Einstellungsverfahren den neuen Transparenzvorschriften, wie z. B. der Offenlegung der Gehaltsspanne, entsprechen.

Für Unternehmen, die Remote-Mitarbeiter beschäftigen, bieten wir ein umfassendes Personalmanagement, das die Gehaltsabrechnung, die Einhaltung von Vorschriften und die laufende Mitarbeiterverwaltung gemäß den deutschen Vorschriften umfasst. Parakar bietet auch umfassende Unterstützung bei der Personalverwaltung, einschließlich Abwesenheitsmanagement und Richtlinien zum Mutterschutz und zum Schutz bei Fehlgeburten.

Wenn komplexe oder sensible Personalangelegenheiten auftreten, begleiten Sie unsere zweisprachigen Experten durch Konflikte, Kündigungen und Compliance-Herausforderungen, sodass Sie regulatorische Änderungen souverän meistern und sich auf das Wachstum Ihres Unternehmens konzentrieren können.

Nehmen Sie noch heute Kontakt mit Parakar auf, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen für diese wichtigen Aufgaben bestens gerüstet ist, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: die Unterstützung Ihrer Mitarbeiter.

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